Flüsse & Bäche im Erftland
the next ones will come soon
Renaturierungsmaßnahmen
zur Verbesserung des Gewässerzustandes
Verbesserungen der Gewässerstruktur können durch verschiedene Renaturierungsmaßnahmen erreicht werden. Für die Maßnahmenwahl gibt zunächst das Gewässerleitbild die Richtung vor. Flächennutzung und -verfügbarkeit beschränken den Rahmen des Machbaren.
Um Fließgewässer zu renaturieren, muss nicht immer der Bagger kommen. Dynamische Gewässer gestalten ihre Renaturierung selbst, wenn man ihnen Entwicklungsraum gibt und Initialmaßnahmen durchführt.
Frei Fließgewässer verändern die Landschaft, indem sie Gestein und Boden abtragen, transportieren und anderorts wieder ablagern. Dadurch gestalten Flüsse und Bäche die Form der Landschaft.
Der Ursrüngliche Zustand ist in unseren – über Jahrhunderte veränderten – Fließgewässern oftmals nicht wiederherzustellen. Renaturierung soll Flüsse und Bäche als Bestandteile unserer Kulturlandschaften revitalisieren, also wieder beleben. Sie sollen das Fließgewässer so weit wie möglich wieder in einen naturnahen Zustand zurückführen.
Für die Erft heißt das, sie bekommt Platz und darf mit vielen Schleifen durch die Landschaft fließen. Das geht vor allem dort, wo es freie Flächen gibt. Zum Beispiel rund um die Gymnicher Mühle.
Maßnahmen zur Renaturierung können sehr unterschiedlich sein. Manchmal wird nur die Uferbefestigung entfernt, die den Fluss „fesselt“. Oder das Ufer wird wieder natürlich gestaltet. Manchmal wird gleich der ganze Fluss in ein neues Flussbett verlegt.
Durch diese Maßnahmen entsteht schließlich eine neue, natürliche Landschaft mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt.

Hochwasserschutz an der Erft
Schutz vor Hochwasser bieten Rückhaltebecken, Retensionsflächen und Renaturierung der Flussläufe.
- Rückhaltebecken regulieren die Pegel
- Retensionsflächen geben dem Fluss einen temporären Raum
- Renaturierung verlangsamt die Fleißgeschwindigkeit und steigert die Versickerungsrate
